Sind Frauen auf der Bühne auch heutzutage Objekte für den Lustgewinn? Die Rabtaldirndln sagen: ja, selbstverständlich! Frauen werden auch im 21. Jahrhundert aus einer männlichen Perspektive wahrgenommen, da kann noch so sehr an Sehgewohnheiten und Schönheitsideale im Laufe der Zeit geschraubt werden, was bleibt, ist die hegemoniale Be- und oft auch Verurteilung. Und wo es Urteile gibt, da gibt es Machtverhältnisse. Da gibt es Schieflagen, Ungerechtigkeit und Auswirkungen auf das Glück und das Gedeih von Menschen. Nur nicht auffallen? Der Norm entsprechen? Wenn schon dick, dann wenigstens gepflegt? Die Rabtaldirndln lassen sich betrachten, genießen den audience gaze, spielen mit Klischees und Rollenbildern, mit geschlechtsspezifischen Verstrickungen und Gender-Attribuierung, dass es nur so rauscht. Die Performerinnen entwickeln ihren eigenen "rabtal gaze". Das Posing wird zum Akt der Selbstbestimmung. Schau mich an, gefälligst!