Ausgehend von alltäglichen Abwertungen, die, wie das Brauchtum zum Kulturgut dazugehören zu scheinen, beobachten die Rabtaldirndln eine massive Gewaltbereitschaft gegenüber Frauen. Sie hören ganz genau zu, wenn Männer ihre Misogynie als Witz abtun und loten so die Grenze zwischen Folklore und Frauenhass aus. Zu sehen in DRESCHEN. EIN BRAUCHTUM ab 1. Oktober im Hoftheater Hainersdorf. Koproduktion mit dem steirischen Herbst.
TRANSFORMERS (Arbeitstitel) wiederum feiert die Premiere im Jänner 2027 im Kristallwerk Graz. Einen Abend lang spielen die Rabtaldirndln mit Identitäten, Geschlechterrollen, mit Inszenierungen und Zuschreibungen ihrer Körper. Sie lassen sich betrachten, genießen den audience gaze, spielen mit Klischees und Rollenbildern, dass es nur so rauscht. Das Posing wird zum Akt der Selbstbestimmung.
DRESCHEN. Ein Brauchtum
Ein Abend mit Witzen, Liedern und toxischen Tänzen. Alltägliche Abwertungen und eine massive Gewaltbereitschaft gegenüber Frauen scheinen zum österreichischen Brauchtum zu gehören. Die Zahlen geben uns recht. 35% der Frauen in Österreich haben schon einmal körperliche oder sexuelle Gewalt erfahren. Grund genug sich dem Thema anzunehmen. Publikumsgespräch am 2.10. mit Teresa Kirchengast (Gewaltschutzzentrum Steiermark) und Christian Brickmann (Neustart Steiermark). Koproduktion mit dem steirischen herbst. Warme Kleidung empfohlen!
Einen Abend lang spielen die Rabtaldirndln mit Identitäten, Geschlechterrollen, mit Inszenierungen und Zuschreibungen ihrer Körper. Jede verwandelt sich ständig. Die Lust am Verkleiden, an der Veränderung, an der Transformation steht im Mittelpunkt. Die Rabtaldirndln lassen sich betrachten, genießen den audience gaze, spielen mit Klischees und Rollenbildern, dass es nur so rauscht. Die Performerinnen entwickeln ihren eigenen "rabtal gaze". Das Posing wird zum Akt der Selbstbestimmung. Schau mich an, gefälligst!

